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Die Jagdhornbläser der Jägervereinigung Ansbach u. U. eV

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Die Jagdhornbläsergruppe, die 1955 gegründet wurde,  repräsentiert die Jägervereinigung Ansbach nicht nur in bester Weise, sie ist auch ein wichtiger Botschafter und wirbt für die Jägerschaft in der Öffentlichkeit.

Nicht nur bei der Jahreshauptversammlung und der Hegeschau ist es eine Freude unsere Bläser zu hören, sondern auch im Rahmen vieler öffentlicher Veranstaltungen wie z. B. der Hubertusfeier oder anderen Anlässen wie der Jungjägerfreisprechung, der Hundeausbildung, bei Jubiläen, Geburtstagen oder Hochzeiten sind sie ein gern gehörtes Ensemble. Auch bei traurigen Anlässen, wenn es gilt einem Jagdkameraden den letzten Gruß zu erweisen, sind sie zur Stelle.

Unser Bläsercorps, das aktuell 34 Bläserinnen und Bläser von 17 bis 85 Jahren umfasst, stellt sein Können gerne auch im Rahmen jährlicher Bläserwettbewerbe - und das äußerst erfolgreich -  unter Beweis. Folgende Auszeichnungen konnten errungen werden:


20-jähriges Bestehen des Brückencenters Ansbach

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Erster offizieller Auftritt in der historischen Uniform der markgräflichen Ansbacher Jäger am 9.9.2017, anläßlich des 20-jährigen Bestehens des Brückencenters Ansbach.



Bläsercorps der Jägervereinigung

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Doppelgold für Ansbacher JagdhornbläserAm Samstag, den 10. und am Sonntag, den 11. Juni bestritt das Jagdhornbläsercorps der Jägervereinigung Ansbach und Umgebung unter der Leitung von Hornmeister Dr.-Ing. Roland Müller zwei Wettbewerbe.Am Samstag trafen sich die Ansbacher in Kranichstein bei Darmstadt bei herrlichem Sonnenschein unter altem Baumbestand im Schloßpark des Jagdschlosses Kranichstein mit 36 anderen Gruppen zum Hessischen Landesbläserwettbewerb im Jagdhornblasen. Die rd. 464 Jagdhornbläser hatten zuvor 30 Vortragsstücke, aufgeteilt auf 6 Signalgruppen einzuüben. Für den Landeswettbewerb wurde die letztlich vorzutragende Signalgruppe, bestehend aus den Signalen Begrüßung, Bär tot, Reh tot, Blattschlagen (wird traditionsgemäß beim Jägerschlag des Jungjägers geblasen) sowie einem Selbstwahlstück, eine Woche zuvor bekanntgeben. So konnte diese Signalgruppe intensiver geprobt werden. Als Selbstwahlstück wurde der Schnepfenstrich von Michael Welsch aufgeführt. Die Ansbacher Jagdhornbläser wurden mit 898 Punkten sicher in Gold eingestuft.Zum Bundeswettbewerb am darauffolgenden Sonntag kamen 37 Gruppen mit 621 Bläsern aus ganz Deutschland, von Schleswig-Holstein über Mecklenburg Vorpommern bis Baden-Württemberg. Teilnahmevorausaussetzung an der Deutschen Meisterschaft im Jagdhornblasen ist die vorherige Einstufung in Gold beim jeweiligen Landesbläserwettbewerb. Somit waren ausschließlich hochkarätige Gruppen am Start. Die Ansbacher erfüllten diese Bedingung im letzten Jahr beim Bayerischen Landesbläserwettbewerbe in Erding. Sie waren beim Bundesbläserwettbewerb die einzige bayerische Bläsergruppe, die sich zutraute, sich mit diesen ausgewählten Bläsergruppen zu messen. Um das Feld dieser erstklassigen Teilnehmer auffächern zu können, kam erschwerend hinzu, daß die vorzutragende Signalgruppe erst kurz vor dem Auftritt bekanntgegeben wurde. Somit mußten sämtliche 30 Signale aus dem Stegreif fehlerfrei gebracht werden können. Für das Bläsercorps der Jägervereinigung Ansbach wurden die Signale Begrüßung, Gams tot, Sau tot und Wildablegen ausgelost. Als Selbstwahlstück kam erneut der Schnepfenstrich von Michael Welsch zum Vortrag. Mit 831 Punkten erreichten die Ansbacher nach 12-jährigem Aussetzten auch bei dieser Deutschen Meisterschaft 2017 wieder eine sichere Einstufung in Gold.Zum 33. Bundesbläserwettbewerb wurde auf Anregung von Dr. Müller eine neue Tradition begonnen und erstmals der älteste aktive Jagdhornbläser geehrt. Dies war die 85 jährige Ruth Kammermeier aus Ansbach, Bläserin der zweiten Stimme Fürst-Pleß Horn des Ansbacher Bläsercorps. Der Bundesbläserobmann Jürgen Keller hielt eine kurze Laudatio und überreichte der völlig überraschten Gratulantin einen Präsentkorb.Unvergeßlich blieb der Eindruck des gemeinsamen Abschlußkonzerts mit den 620 besten Jagdhornbläsern deutschlands.

Jahr Ort/Wettbewerb Wertung
2017 Kranichstein/Darmstadt Nundeswettbewerb Gold
2017 Kranichstein/Darmstadt Landeswettbewerb Hessen Gold
2016 Erding Landeswettbewerb Bayern Gold
2014 Günzburg Landeswettbewerb Bayern Gold
2011 Goldach/Schweiz 2. Eidgenössisches Jagdhornbläserfest Silber
2010 Kulmbach Landeswettbewerb Bayern Gold Vorzüglich
2009 Baden Landeswettbewerb Schweiz Gold
2008 Kronach Landeswettbewerb Bayern  
2007 Mürzzuschlag internationaler Wettbewerb Österreich Gold
2006 Bad Kötzding Landeswettbewerb Bayern Gold
2005 Kranichstein Landeswettbewerb Hessen Gold
2005 Kranichstein Bundeswettbewerb Gold
2004 Landshut Landeswettbewerb Bayern Gold
2003 Kranichstein Landeswettbewerb Hessen Gold
2003 Kranichstein Bundeswettbewerb Gold
2002 Eichstätt Landeswettbewerb Bayern Gold
2000 Vilshofen Landeswettbewerb Bayern Silber
1998 Aschaffenburg Landeswettbewerb Bayern Silber

Zum 33. Bundesbläserwettbewerb wurde auf Anregung von Dr. Müller eine neue Tradition begonnen und erstmals der älteste aktive Jagdhornbläser geehrt. Dies war die 85 jährige Ruth Kammermeier aus Ansbach, Bläserin der zweiten Stimme Fürst-Pleß Horn des Ansbacher Bläsercorps. Der Bundesbläserobmann Jürgen Keller hielt eine kurze Laudatio und überreichte der völlig überraschten Gratulantin einen Präsentkorb.

Jagdhornblasen –
Ist das noch zeitgemäß?

Diese Frage ist auch heutzutage mit „ja“ zu beantworten.  Selbst in Zeiten moderner Mobilfunkhandys ist der geordnete und sichere Ablauf einer Gesellschaftsjagd am zweckmäßigsten mit dem Jagdhorn zu koordinieren.

Bei mehreren Schützen hätte der Jagdleiter eine Vielzahl von Nummern zu wählen, um einen gemeinsamen Beginn der Jagd zu ermöglichen. Noch wichtiger ist es aus Sicherheitsgründen, ein gemeinsames Ende der einzelnen Treiben herbeizuführen. Man denke nur an die Gefährdung der Jagdteilnehmer durch Schützen, die nicht rechtzeitig vom Ende des Treibens erfahren würden, weil sie sich am Ende der Handynummernliste des Jagdleiters befinden.

Hier lässt sich mit wenigen Jagdhornbläsern und den zwei wichtigsten Jagdleitsignalen der Gesellschaftsjagd „Anblasen des Treibens“ und „Hahn in Ruh“ ein sicherer und abgestimmter Jagdablauf erreichen. Jagdhornblasen hat eine lange Tradition, nicht nur zur Begrüßung, als Steuerungs- und Sicherheitselement sondern auch nach der Jagd gilt das sog. „Totverblasen“ der Jagdstrecke als letzte Ehrerweisung gegenüber dem Mitgeschöpf.

Jagdhorn – ein besonderes Instrument

Die Bezeichnung Jagdhorn kommt tatsächlich von Horn. In den Anfängen wurden auf einem durchbohrten Rinderhorn einfache Verständigungssignale geblasen. Im Laufe der Jahrhunderte ist das Jagdhorn inzwischen über die bloße Funktion als Signalinstrument hinausgewachsen.

Das heute gebräuchliche 1,40 m lange aufgerollte Messingrohr für das in „b“ gestimmte „Fürst-Pleß-Horn“ (für die größeren in „Es“ gestimmten Parforcehörner sind 2,90 m lange Rohre erforderlich) verfügt zwar nur über einen begrenzten Tonumfang von rd. fünf Tönen; es lassen sich jedoch mit einem solchen „archaischen Gerät“ durchaus selbst konzertante Stücke zu Gehör bringen.

Die Fertigkeit Noten zu lesen ist übrigens nicht zwingend erforderlich; es genügt eingängige Melodien pfeifen oder singen zu können bzw. „im Ohr“ zu haben. Ventile, wie z. B. bei einer Trompete, die die Sache verkomplizieren könnten, gibt es beim Jagdhorn nicht.



Neue Bläserinnen und Bläser sind herzlich willkommen

Unser Bläsercorps ist stets auf der Suche nach neuen Mitgliedern, die herzlich aufgenommen und selbst ausgebildet werden. Notenkenntnis ist nicht erforderlich.

Wer Interesse hat, wendet sich an einen Bläser oder direkt an den Hornmeister Dr.-Ing. Roland Müller, Gerhard-Hauptmann-Str. 6, Lichtenau (Tel. 09827/7861).

 

Weitere Informationen in Kurzform:

Gegründet:   1955
Stärke:   derzeit 34 aktive Bläserinnen und Bläser von Marktbergel bis Windsbach (Fahrgemeinschaften zur Probe sind obligatorisch)
Besetzung:   Fürst-Pless (das sind die kleinen Hörner) und Parforcehorn (das sind die größeren Hörner) in b
Altersstruktur:   von 17 bis 85 Jahre
Repertoire:   Jägermärsche/Tot-Signale/Jagdleit-Signale
Hornmeister:   Dr.-Ing. Roland Müller | Gerhart-Hauptmann-Str. 6 | 91586 Lichtenau Tel/Fax: 09827/7861 | E-Mail: roland.dr.mueller@freenet.de 
Proben:    Dienstags, 19:00 im Haus des Handwerks (Schulungsraum der Jägervereinigung Ansbach).