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Tierschutzerklärung

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Die Jägervereinigung Ansbach mit den Hegegemeinschaften ihres Bezirks und auch die Jägervereine Feuchtwangen und Wassertrüdingen haben sich mit dem Tierschutzaspekt der Jagd intensiv beschäftigt. Anlass für dieses Überdenken des täglichen Tuns ist der Tatsache geschuldet, dass der vielseitige Druck auf die Jäger Rehe und Wildschweine zu töten, ständig wächst. 

Wir Jäger müssen unseren Aufgaben nachkommen, wozu auch eine Bestandsregulierung gehört. Wir dürfen uns aber nicht dazu hinreißen lassen, dass der Zweck die Mittel heiligt.

Tierschutz und Weidgerechtigkeit müssen unser Leitbild bleiben.

Aus diesem Grunde haben wir am 18.09.2012 die beiliegende Tierschutzerklärung an Herrn Landrat Dr. Ludwig übergeben und mit ihm diskutiert.

Diese Tierschutzerklärung soll Richtschnur für alle Mitglieder der Jägervereine als auch für alle sonst für das Wild Verantwortung Tragende sein.

Heinzpeter Als
1. Vorsitzender



Tierschutzerklärung

der Jägervereinigung Ansbach u.U. e.V.,
der Jägervereinigung Feuchtwangen e.V. und
des Jägervereins Wassertrüdingen

zum Aufgang der Bockjagd am 01. Mai 2012

Auf Grund des zwischenzeitlich erreichten niedrigen Rehwildbestandes und des trotzdem weiterhin bestehenden hohen Drucks auf die Jäger, die Bestände zusätzlich zu reduzieren, sind Jagdmethoden zu beobachten, die korrigiert werden müssen.

In Anbetracht ihrer langen Tradition wollen daher die Jägervereinigungen Ansbach u.U. e.V. und Feuchtwangen e.V. sowie der Jägerverein Wassertrüdingen mit dieser Erklärung ihre nach wie vor gültige Position bezüglich des Tierschutzes aufzeigen und sowohl alle Mitglieder als auch alle sonstigen für die Jagd Verantwortlichen bitten, sich hieran zu halten bzw. diese Grundsätze durchzusetzen.

1.
Wild darf nur erlegt werden, wenn hierfür ein vernünftiger Grund vorliegt. Töten nur um des Tötens wegen ist auch dann unzulässig, wenn für das Stück Jagdzeit besteht.

2.
Das zu erlegende Stück ist vor der Schussabgabe eindeutig zu definieren. Unklarheiten bei der Ansprache gehen immer zu Gunsten des Wildes.

3.
Jeder Schütze muss seine Schießfertigkeit einschätzen, sich darauf einrichten und Risikoschüsse unterlassen. Dies gilt sowohl für Weitschüsse als auch für Schüsse auf sich bewegendes Wild. Regelmäßiges Üben auf dem Schießstand gehört zum Tierschutz.

4.
Auch bei Bewegungsjagden darf kein Hund geschickt werden, um gesundes Wild zu hetzen oder zu fangen. Es sind ausschließlich laut jagende Hunde einzusetzen, damit das Wild, wie gewollt, dem Hund ausweichen kann. Ein Überjagen der Hunde ist zu unterbinden, damit Wild im Nachbarbereich der Jagd nicht unnötig beunruhigt wird.

5.
Auf angeschossenes oder verunfalltes, flüchtiges Wild ist immer nachzusuchen. Es werden Wildfolgevereinbarungen empfohlen. Bei der Nachsuche kann bei einer Reviergrenzüberschreitung je nach Sachlage der Tierschutz vorrangig sein.

6.
Führende Stücke sind unbedingt zu schonen. Im Zweifel muss zu Gunsten des Wildes auf das Erlegen verzichtet werden.

7.
Jagdzeiten sind einzuhalten. Ausnahmen sollen nur beantragt und genehmigt werden, wenn in jedem Einzelfall ganz besondere Gründe vorliegen, sonst werden die Schonzeiten für das Wild zu Lasten des Tierschutzes völlig ausgehöhlt.

8.
Massenveranstaltungen mit von weit herbeigerufenen Gastjägern sind kein adäquates Mittel zur Wildstandsregulierung. Das Risiko eines Verstoßes gegen den Tierschutz durch die auch dem Jagdherrn weitgehend unbekannten Jäger ist dabei zu groß.

9.
Bewegungsjagden sind ausschließlich in der Zeit von Oktober bis Jahresende durchzuführen und auch dann nicht bei hoher Schneelage.

10.
Die Jäger werden aufgerufen, gegen Neid und Gier anzugehen und sich dazu nicht provozieren zu lassen. Nur die besonnene Jagd ist tierschutzgerecht.


                                                               gez. 
                      Jägervereinigung Ansbach und Umgebung eV
                            Jägervereinigung Feuchtwangen eV
                              Jägerverein Wassertrüdingen eV
                                         Vorstand und Hegeringleiter

Zum Download der Tierschutzerklärung bitte hier klicken:
Tierschutzerklärung
(1 MB)